Geschichte

Den Anstoß zu diesem Projekt gab eine Situation vor mehr als acht Jahren im Mütterzentrum Dortmund, als behinderte Mütter vor der Tür standen bzw. in ihren Rollstühlen saßen, und nicht ins Mütterzentrum kommen konnten, denn es gab keinen behindertengerechten Zugang zu einer Einrichtung, die bis dahin davon überzeugt war, für alle Mütter offen zu sein.

Dieses Ereignis hatte Auswirkungen: gemeinsam kämpften behinderte und nicht behinderte Mütter für einen behindertengerechten Zugang. Es entstand eine Gruppe behinderter Mütter - viele behinderte Mütter beteiligen sich seitdem aktiv am Leben des Mütterzentrums.

Das Mütterzentrum Dortmund führte mit Unterstützung des Mütterbüro NRW im Jahre 1997 zwei Seminare zur Situation behinderter Mütter in Zusammenarbeit mit dem NETZWERKBÜRO organisierte und nichtorganisierte Frauen und Mädchen mit Behinderungen NRW durch.

Der große Zuspruch zu beiden Seminaren sowie die aus anderen Mütterzentren in NRW immer zahlreicher werdenden Anfragen zu Problemen behinderter Mütter und deren Lösung, ermutigte das Mütterbüro NRW im Jahr 1999 ein weiteres Seminar mit zwei Veranstaltungen durchzuführen und mit Finanzierung des Arbeitsamtes landesweit Beratung u. a. auch für behinderte Mütter / Eltern und für schwangere behinderte Frauen anzubieten.

Die intensiven Erfahrungen aus den zahlreichen Kontakten mit behinderten Müttern haben ständig den Blick geschärft und die Bemühungen für weitere Fortbildungen vorangetrieben.

Die Idee für das Modellprojekt nahm immer konkretere Formen an.
Die Fachberatung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Landesverband NRW mit den zuständigen Abteilungen (Frauen und Behinderte) hat die weitere Planung mit großem Zuspruch und ideeller Unterstützung mit vorangetrieben. Außerdem wurde das Projektvorhaben von Frau Prof. Dr. Schildmann, die an der Universität Dortmund den bundesweit einzigen Lehrstuhl zur "Frauenforschung in der Behindertenpädagogik" innehat, beraten.

Der Bundesverband behinderter Eltern e.V. hat das geplante Modellprojekt ebenfalls begrüßt und die Bedeutung der Integration behinderter Mütter in Einrichtungen der Familienselbsthilfe betont.

Nach vielen vergeblichen Versuchen bei unterschiedlichsten Ansprechpartnern, konnte dankenswerterweise Anfang 2002 in der Aktion Mensch ein finanzieller Förderer für dieses Projekt gefunden werden.

Die Deutsche Behindertenhilfe Aktion Mensch fördert das Projekt mit einem Höchstfördersatz von 76 %.
Die restlichen 24 % muss das Mütterbüro NRW aus Eigenmitteln aufbringen.

zusätzlich dafür gespendet haben:

 

Die Mitarbeiterinnen des Projektes:

Christiane Rischer, Diplompsychologin
ein Sohn und eine Tochter.

Sie ist die Frau, die vor acht Jahren mit ihrem Baby vor dem Mütterzentrum Dortmund stand und erst einmal nicht hineinkam. Seit 1996 Gruppenleiterin der Gruppe für behinderte Mütter im Mütterzentrum Dortmund. Seit 1997 Vorstandsarbeit im Mütterzentrum Dortmund.

Leiterin der vom Landesverband NRW durchgeführten Seminare für behinderte Mütter.

Seit 1999 angestellt beim Landesverband der Mütterzentren NRW, seit 6/2002 Mitarbeiterin im Modellprojekt des Landesverbandes.

Anne Gockel-Werner, Diplompädagogin
ein Sohn und eine Tochter .

Seit 1992 mit ehrenamtlicher Vorstandsarbeit und Gruppenleitung im Mütterzentrum Dortmund aktiv.

1994 bis 1996 hauptamtliche Mitarbeiterin im Modellprojekt "Orte für Kinder" im Mütterzentrum Dortmund. 2001 bis 2002 Leitung des Projektes "Verbindung von professioneller Beratung und Selbsthilfe für Frauen in Krisensituationen mit ihrem Säugling und Kleinkind" im Mütterzentrum Dortmund.

Seit 6/2002 Projektleitung des Modellprojektes des Landesverbandes der Mütterzentren NRW.

Bianca Gluma

Bianca Gluma, Steuerfachfrau
ein Sohn und eine Tochter.

Seit 6/2002 Verwaltungsangestellte
für das Modellprojekt