Ziele
Der Landesverband der Mütterzentren NRW führt dieses bis heute einmaliges Modellprojekt durch, in dessen Rahmen die spezielle Situation behinderter Mütter analysiert und bearbeitet wird, um diesem Personenkreis in vielfacher Hinsicht mehr gerecht werden zu können.
An erster Stelle steht hier die Verpflichtung sowie die gesellschaftspolitische Forderung, die Isolation Behinderter zu durchbrechen, die Integration mit Nichtbehinderten zu fördern - hier im Speziellen orientiert an den Bedürfnissen behinderter Mütter. Dies verlangt vom Projekt auch die Entwicklung konkreter Angebote.
Nutznießer der Ergebnisse des Projektes werden, neben den behinderten Müttern mit ihren Kindern, alle gesellschaftlichen Gruppen, Institutionen usw. sein, die sich den oben skizzierten Zielen zum Wohle behinderter Mütter verpflichtet fühlen.
Das Projekt dient dazu, NRW-weit die örtlichen Mütterzentren für diese Personengruppe zu sensibilisieren und die Ergebnisse sowie Handlungskonzepte an Einrichtungen mit ähnlicher Intention weiterzugeben.
Es ist die Absicht, ein neues, basisnahes und aus Selbsthilfe entstandenen Angebot für diesen Personenkreis und zusätzlich eine bessere Vernetzung mit den bestehenden Regelangeboten zu erreichen
Projektverlauf (Übersicht):
Inhalte Ziele Anmerkungen Adressatinnen
Um ein repräsentatives Ergebnis der Zukunftswerkstätten sicherzustellen, werden, sollen möglichst viele behinderteMütter in ganz NRW angesprochen werden Es konnten bislang viele behinderte Mütter (mehr als 70) angesprochen und erreicht werden, die Tendenz ist weiter steigend. Institutionen - Kontakte aufbauen / Vernetzung
Landesweite Vernetzung der regionalen Aktivitäten. Neben den Mütterzentren in NRW sollen weitere Einrichtungen und Verbände wie das "Netzwerk für organisierte und nicht organisierte Frauen und Mädchen" und der Bundesverband behinderter Eltern mit einbezogen werden Vernetzung möglichst aller Institutionen, Einrichtungen, Verbänden usw., die direkt oder indirekt mit behinderten Müttern zu tun haben, z.B. auch Behörden, Krankenkassen, etc. Hierdurch wird wichtige Lobbyarbeit geleistet Durchführung von Zukunftswerkstätten als Wochenendseminare in verschieden Regionen von NRW
- Problemanalyse, Zustandsbeschreibung und Entwicklung von mittelfristig umsetzbaren- Handlungsstrategien-
- Maßnahmen "mit Betroffenen"
- Ziele:
- Entwicklung bzw. Stärkung des eigenen Lebensgefühls/ Selbstbewusstseins als behinderter Elternteil in dieser Gesellschaft,
- Erfahrung von unterschiedlichen Lebensstilen und Lebenskonzepten,
- Entwicklung von Forderungen an die "Gesellschaft", um die Integration behinderter Mütter und ihrer Kinder zu unterstützen,
- Ermutigung behinderter Mütter, ihre Mutterrolle aktiv zu gestalten
- Erkennen eigener Bedürfnisse / Wünsche.
Inhalte:
- Wie gehe ich mit Situationen um, in denen ich mich überfordert fühle?(z.B. Kinderbetreuung, nicht behindertengerechte Veranstaltungsorte),-
- Wie erkläre ich meinem Kind meine Behinderung?,
- Wie bewege ich mich im Kontext mit nicht behinderten Müttern /Eltern?,
- Wie begegnen mir Personen, die mich "von Berufswegen" im Umgang mit meinem Kind beraten sollen, Wie begegne ich diesen?
- Welche Veränderungen, Hilfen o.ä. würden mir das selbständige Leben mit meinen Kindern erleichtern?,
- Welche Erfahrungen kann ich weitergeben?
Kindertagung
- Herausarbeiten, ob und inwiefern Kinder von der Behinderung ihrer Mütter betroffen sind- Stärkung der Kinder Begleitend zur Zukunftswerkstatt Thema:"Meine Mutter ist behindert, was bedeutet das für mich?" Auswertung der Zukunftswerkstätten Transferworkshop/
Zusammentragen der Ergebnisse aus den Zukunftswerkstätten Die Auswertung ist Grundlage für die weiteren Arbeitsschritte:
- Arbeitskreise einrichten
- Ausbildung von Moderatorinnen durchführen
Einrichtung von Arbeitskreisen für behinderte Mütter
Auf der Basis der ausgewerteten Informationen aus der Befragung und den "Zukunftswerkstätten" sollen sich in regelmäßigen Abständen Arbeitsgruppen, Gesprächskreise, Initiativgruppen usw. bilden, welche die Anliegen der behinderten Mütter verfolgen, die beratend tätig sein können.... In der Anfangphase werden die Arbeitskreise von den Projektmitarbeiterinnen begleitet.Im Verlaufe des Projektes wird diese Aufgabe nach und nach in die Hände der Betroffenen vor Ort abgegeben werden (siehe: Ausbildung von Moderatorinnen u. Gruppenleiterinnen). Ausbildung von Moderatorinnen undGruppenleiterinnen
Um das Gespräch, und den Informationsaustausch innerhalb von Arbeitsgruppen sowie zwischen den Gruppen und den verschiedenen Institutionen betreuen zu können, wird ein Moderatorinnentraining für interessierte betroffene Frauen angeboten 1. Tagesseminar am 11.10.2003 im Mütterzentrum Dortmund Projekt Auswertung /
EndberichtAlle wesentlichen Ergebnisse und Erfahrungen werden in einem Endbericht zusammengefasst, der landesweite Verteilung finden soll. Er soll als Ratgeber für betroffene und beteiligte Personen dienen Ausblick
Öffentlichen Präsentation im Rahmen einer Abschlussveranstaltung Geplanter Termin: 14.05.2004 in der Bürgerhalle des Dortmunder Rathauses