Zielgruppen

Körperbehinderte, sinnesbehinderte und chronisch kranke Mütter, die sich über ihre spezielle Situation austauschen, beraten und Strukturen verändern wollen, sind Zielgruppen des Projekts. Die Gruppe der geistig behinderten Mütter wird ausgeklammert, da die bisherigen Erfahrungen aus den Seminaren zeigen, dass für geistig behinderte Mütter eigene Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen. (Kontaktadresse für diesen Personenkreis www.mobile-dortmund.de)

Behinderte Frauen stehen in der Situation, Mutter zu werden bzw. zu sein, vor größeren und komplexeren Problemen als nicht behinderte Frauen. So fehlen ihnen etwa die entsprechenden Vorbilder, z.B. das der rollstuhlfahrenden, blinden, gehbehinderten .......Mutter im Umgang mit Kindern. Die meisten behinderten Frauen haben eigene Wege gefunden, um mit ihrer Rolle als Mutter zurechtzukommen. Dennoch gibt es viele Fragen und Probleme, die sich aus der Kombination von Behinderung und Mutterschaft ergeben.

Darüber hinaus herrscht die landläufige Meinung, dass behinderte Frauen automatisch behinderte Kinder bekämen. Das ist nicht der Fall. Diese Kinder haben ebenso wie die Kinder nicht behinderter Mütter einen Anspruch darauf, mit anderen Kindern Kontakt aufzunehmen. Behindertenspezifische Einrichtungen können und sollen diesen Bedarf nicht abdecken.

Damit behinderte Mütter mit ihren Kindern nicht in die Isolation abgleiten, brauchen sie Unterstützung ebenso wie nicht behinderte Frauen in dieser Situation.

Frauen- und Familieneinrichtungen, die diese Unterstützung anbieten könnten oder sollten, sind oft nicht in der Lage, der Zielgruppe gerecht zu werden. Die Gründe liegen in einem Informationsdefizit, bezüglich des Bedarfsprofils behinderter Mütter bzw. auch im mangelnden Kontakt zu ihnen.