Unterstützungsnetzwerk für Teenagermütter

Über das Projekt

Die Informationsplattform www.teenagermuetter.de ist das Ergebnis eines im Jahr 2004 vom Landesverband der Mütterzentren NRW e.V. initiierten Projektes zur Beratung und Unterstützung von Teenagermüttern in den NRW-Mütterzentren.

Mit diesem Projekt reagierten die Mütterzentren als Einrichtungen der Familienselbsthilfe auf die ständig ansteigende Zahl minderjähriger Mütter in ihren Zentren vor Ort, aber auch auf die dramatischen Schicksale junger Mütter und ihrer Babys, über die in den Medien immer häufiger berichtet wurden.

Ziele der Maßnahme waren

  1. Schulung der Mitarbeiter/innen vor Ort für eine bessere Begleitung der jungen Mütter in den Zentren
  2. Hilfe zur Selbsthilfe betroffener Mütter
  3. Erschließung von Unterstützungsnetzwerken in der Kommune
  4. Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Problematik

Seit Projektbeginn sind NRW-weit bisher ca. 30 kommunale Netzwerke entstanden.

Als Koordinierungsstelle begleitet der Landesverband der Mütterzentren NRW e.V.  bestehende Netzwerke und unterstützt neue Initiativen bei der Gründung.

Gefördert wird dieses Projekt durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

MachbarNachbar

In den Mütterzentren und offenen Häusern für Jung & Alt in NRW arbeiten Freiwillige und Hauptamtliche, Fachleute und Laien auf Augenhöhe zusammen. Hier entstehen leicht zugängliche generationsübergreifende Angebote, zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Müttern und Vätern, Kindern, Schülern und älteren Menschen, die sich nicht nach Herkunft, Geschlecht und Bildungshintergrund unterscheiden. Das „offene Haus“ ist dabei kein Angebot, sondern die Methode.

Das Projekt „(N)Machbar“ soll als offener Treff, im Café in den bestehenden offenen Häusern für Jung & Alt, Mütterzentren in NRW angeboten werden.

Begleitet wird das offene Café „(N)Machbar“ von qualifizierten Gastgebern oder Gastgeberinnen als Praxisexpertinnen vor Ort.

Das Projekt soll verlässliche und kontinuierliche Öffnungszeiten bieten und für die Besucher kostenlos angeboten werden.

Refugees Welcome

Die vorhandenen Ressourcen der Mütterzentren und offenen Häuser in NRW mit der ohnehin schon seit Jahrzehnten gelebten Willkommenskultur für Familien, ist eine gute Plattform für die Integration und Einbindung von Flüchtlingsfamilien in bestehende Netzwerke vor Ort.

Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation in NRW haben nahezu alle Mütterzentren in NRW erste Begegnungen mit Flüchtlingsfamilien. Hier gilt es jetzt, die GastgeberInnen in Mütterzentren in NRW zu qualifizieren, um sie bei der Einbindung von Flüchtlingsfamilien in die bestehenden örtlichen Familiennetzwerke zu unterstützen. Durch die Methode des offenen Treffs können Begegnungen der Familien untereinander ermöglicht und ein unkomplizierter und niederschwelliger Zugang zu Bildungs- und Beratungsangeboten ermöglicht werden. Die Mehrsprachigkeit und die vielfältigen Erfahrungen, z.T. mit eigener Flüchtlingsgeschichte von Müttern oder Vätern mit Migrationshintergrund, können die Kontaktaufnahme mit den Flüchtlingsfamilien vor Ort erleichtern. Der offene Treff fördert nicht nur die Begegnung der Familien untereinander, sondern vielmehr auch das informelle Lernen unter dem Motto: „Vormachen – Mit-machen - Selber machen“.

„Den pflegenden Müttern in NRW den Rücken stärken!“

Müttern, insbesondere wenn sie arbeiten, obliegt somit eine große, organisatorische Herausforderung. Sie stehen häufig unter Druck und finden sich schnell in einem persönlichen Dilemma zwischen ihrer Rolle als „gute“ Mutter, Partnerin und verlässliche und leistungsstarke Arbeitnehmerin. Von Müttern wird erwartet, eine stets funktionierende Fürsorge für die Familie zu gewährleisten. Dies wird insbesondere dann besonders deutlich, wenn weitere Problemsituationen wie z.B. die Pflegebedürftigkeit eines Familienangehörigen hinzukommen.

Mütter die ihre Kinder pflegen tun dies meist selbstlos, engagiert aber oftmals bis zur völligen Erschöpfung. Viele Partnerschaften halten diesem ständigen Druck nicht stand, so dass viele Mütter von behinderten Kindern Alleinerziehend sind. Diese Mütter stehen dann vor einer doppelten Herausforderung. Einerseits fehlt der zweite Elternteil, der Verantwortung und Arbeit übernehmen und zum Einkommen der Familie beitragen kann. Hinzu kommt andererseits die Behinderung des Kindes. Diese Doppelbelastung kostet viel Zeit und Kraft, manchmal sogar mehr als eine Person alleine leisten kann.

Es ist die Idee entstanden einen Familien- und Selbsthilfewegweiser für NRW zu erarbeiten. Dieser Familienkompass soll eine Übersicht über vorhandene Angebote sowie Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten in NRW bieten.